Warum das alte Sprichwort stimmt, weiß die Hirnforschung. Schon der Neurowissenschaftler Wolfram Schultz von der Schweizer Universität Freiburg beobachtete in den 1980er-Jahren bei Studien an Affen, dass Dopamin vor allem auf die Ankündigung einer Belohnung anspringt. Der US-Neurowissenschaftler Kent Berridge von der University of Michigan unterscheidet zwischen »wanting« und »liking«, also Begehren und Genießen. Dopamin, so schrieb er 1998 gemeinsam mit seinem Kollegen Terry Robinson, braucht es für das Begehren, für das Genießen dagegen nicht. Beim Auto kommt etwas hinzu. Niemand freut sich ernsthaft auf Blech und Carbon. Man freut sich auf den frühen Morgen am Pass und auf die Geschichte, die man abends davon erzählt, erklärt ramp-Chefredakteur Michael Köckritz in der aktuellen ramp #71 »Yabba Dabba Doo!«. Oder in seinen Worten: »Der Konjunktiv ist die Grammatik der Vorfreude.«