Ist das etwas, das Sie aus dem Fußball kennen?
Vom Fußball, klar, aber auch aus dem alltäglichen Leben. Ich hatte schon immer Freude daran, mich auf ganz neue Situationen und Dinge einzulassen, und denke, da einen ganz guten Umgang damit gefunden zu haben. Natürlich gibt es Menschen die eine feste Struktur brauchen. Ich fühle mich aber sehr wohl, wenn ich manchmal ein bisschen ausbreche, wenn irgendwo eine neue Herausforderung oder Aufgabe hereinkommt.
Wie würden Sie vor diesem Hintergrund Ihren persönlichen Stil beschreiben?
Ich versuche größtenteils, positiv kontrolliert zu sein. Ein gutes Vorbild, für die Leute und natürlich für meinen Sohn. Und dann habe ich immer wieder Spaß daran, ein bisschen aus dem Ganzen auszubrechen. Nehmen wir das Beispiel Auto. Erst bequem drinsitzen, und dann auf der Autobahn auch mal richtig Gas geben, wenn es erlaubt ist. Es geht nicht darum, schneller zu fahren als erlaubt, aber man kann ja um die Kurven fahren, als wäre es ein Rennen. Ein Formel-1-Rennen, nur eben um 300 km/h langsamer. (lacht) Wenn ich die Chance habe, ein bisschen auszubrechen, Spaß zu haben, etwas Neues zu machen oder etwas, das man vielleicht nicht unbedingt von mir erwarten würde, dann mache ich das gern.
Könnten Sie sich vorstellen, selbst Rennen zu fahren?
Freude ja, aber nicht den Mut, das Maximum aus dem Auto herauszuholen. Deswegen wäre ich ein schlechter Rennfahrer. Ich hätte viel Spaß und würde Letzter werden, selbst wenn ich ein schnelleres Auto hätte als die anderen. Aber ins maximale Risiko würde ich nicht gehen. Wenn ich mir Rennfahrer anschaue, die erst im letzten Moment auf die Bremse treten, das könnte ich nicht.
Dabei müsste Ihnen diese Zweikampfmentalität eigentlich vertraut sein. Wenn sich eine Lücke auftut, muss man sie nutzen.
Das Gefühl muss großartig sein, wenn man als Rennfahrer so einen Zweikampf für sich entscheidet und als Gewinner herausgeht. Aber dafür muss man, glaube ich, bereit sein, dieses letzte Risiko in Kauf zu nehmen.