Es gab Zeiten, da wusste man schon am Geräusch, dass ein AMG um die Ecke kommt. Tiefes Grollen, ein bisschen Donner, gelegentlich akustische Rücksichtslosigkeit. Wunderbar.
Jetzt kommt der neue Mercedes-AMG GT Viertürer. Vollelektrisch. Und trotzdem fest entschlossen, ein echter AMG zu sein. Die Zutaten dafür sind durchaus vielversprechend: eine eigens entwickelte AMG.EA-Plattform, leistungsstarke Elektromotoren und eine Batterietechnik, die nicht nur auf Reichweite, sondern vor allem auf wiederholbare Höchstleistung ausgelegt ist.
Denn schnell beschleunigen können inzwischen viele Elektroautos. Aber auch beim fünften Mal noch souverän abliefern? Das ist die interessantere Disziplin.
Strom statt Donner
Schon die Technikstudie Concept AMG GT XX zeigte, wohin die Reise geht: drei kompakte Axialflussmotoren, mehr als 1.000 kW Spitzenleistung und eine Höchstgeschwindigkeit jenseits der 360 km/h.
Der Serien-GT kommt in drei Leistungsvarianten: als GT 53, GT 55 und GT 63. Dazu gibt es eine flache, gestreckte Silhouette, aktive Aerodynamik und ein Cockpit, das Sportwagenambitionen mit dem Komfort eines luxuriösen Viertürers verbindet.
Dann die Ladeleistung. Bis zu 600 kW sind möglich, in zehn Minuten sollen unter optimalen Bedingungen mehr als 500 Kilometer Reichweite nachgeladen werden können. Die Einstiegsvariante GT 53 schafft laut WLTP bis zu 794 Kilometer.
Das klingt fast so, als würde selbst der Ladestopp zum Sprint werden.