Die Automobilindustrie hat ein bemerkenswertes Talent entwickelt: Sie kann nahezu alles messen. Leistung, Drehmoment, Beschleunigung, Rundenzeiten. Nur bei der vielleicht wichtigsten Disziplin wird es plötzlich erstaunlich unpräzise. Richtig: der Fahrfreude.
Dabei ist die Sache eigentlich so wunderbar simpel. 500 PS machen ein Auto schnell. Aber nicht zwangsläufig begehrenswert. Und spätestens seit Elektroautos Beschleunigungswerte liefern, für die früher ein Supersportwagen nötig war, hat die gute alte PS-Protzerei ein Glaubwürdigkeitsproblem.
Polestar will es jetzt genauer wissen. Gemeinsam mit Forschenden der Universität Oxford hat der schwedische Hersteller zwölf Testpersonen in zwei Varianten des Polestar 4 über die Rennstrecke Gotland Ring geschickt. Ausgestattet mit Sensoren für Herzfrequenz, Blickverhalten und körperliche Reaktionen. Die Frage: Was passiert eigentlich mit uns, wenn Autofahren Spaß macht?