Manche Kooperationen entstehen am Konferenztisch. Andere führen direkt in die Wüste. Giorgio Armani und Kith haben sich für Letzteres entschieden.
Am 9. Oktober präsentierten die beiden Marken ihre neue Herbst-/Winterkollektion 2026 bei Sonnenuntergang in der Agafay-Wüste südlich von Marrakesch. Ein durchaus passender Schauplatz für eine Kollektion, die sich von der Farbwelt und den Texturen der Wüste inspirieren lässt.
Von wegen Wüstenlook.
Ronnie Fieg, Gründer und Kreativchef von Kith, hat dafür tief in den Armani-Archiven gestöbert. Besonders die entspannten Silhouetten der späten Achtziger- und frühen Neunzigerjahre standen Pate.
Weiche Schultern, fließende Hosen, großzügige Schnitte. Dazu Lederjacken, Kaschmir, Wildleder und jede Menge Sand-, Braun- und Grautöne. Klassische Armani-Codes, neu interpretiert mit der urbanen Selbstverständlichkeit von Kith.
Das Spannende daran: Hier wird nicht einfach ein Luxuslogo auf Streetwear gedruckt. Vielmehr treffen zwei unterschiedliche Vorstellungen von Eleganz aufeinander. Und stellen fest, dass sie erstaunlich gut miteinander auskommen.