Eine zusammenhängende Handlung sucht man bei Rhythm Paradise Groove vergeblich, und das gehört seit jeher zum Konzept der Reihe. Mit dem neuen Modus Beatspell bekommt das Spiel trotzdem erstmals einen waschechten erzählerischen Rahmen spendiert. Hier wird die Kraft des Rhythmus zur Zauberkraft: Wer im Takt die richtigen Tastenkombinationen trifft, wirkt Zauber, besiegt Gegner und schaltet nach und nach neue Kapitel frei. Neue Abschnitte gibt es immer dann, wenn man in den klassischen Solo-Minispielen genug Medaillen gesammelt hat, was die beiden Spielsäulen wunderbar miteinander verzahnt.
Im Zentrum stehen weiterhin die über 80 brandneuen Einzelspieler-Minispiele, und die haben es faustdick hinter den Ohren. Mal fängt man fliegendes Gemüse im Takt, mal lässt man Früchte von den eigenen Oberarmen abprallen, mal schwingt man einen Schmiedehammer, als gäbe es kein Morgen. Jedes dieser Szenarien dauert nur wenige Minuten, verlangt aber volle Konzentration auf Musik und Rhythmus, denn Taktlinien oder Eingabeanzeigen sucht man bewusst vergeblich. Genau dieser Verzicht auf visuelle Krücken macht den eigentümlichen Reiz der Reihe aus: Wer zuhört statt nur hinzuschauen, hat hier die Nase vorn.