Rhythm Paradise Groove
Als »Rhythm Tengoku« 2006 in Japan erschien, war es ein Game-Boy-Advance-Titel, der im Westen nie offiziell veröffentlicht wurde. Was folgte, war eine der hartnäckigsten Import-Fangemeinden der Spielegeschichte, bis Nintendo merkte, dass man hier etwas hatte. Vier Teile später, nach DS, Wii und 3DS, und nach elf Jahren Funkstille, ist »Rhythm Paradise Groove« der fünfte Eintrag in einer Reihe, die bis heute klingt, als wäre sie für niemanden gemacht außer für alle.
Das Konzept war nie kompliziert: absurde Situation, eingängiger Beat, ein Knopf. Manchmal zwei. »Rhythm Paradise Groove« denkt das konsequent weiter und bietet über 80 neue Minispiele, einen Mehrspielermodus mit mehr als 30 eigenen Spielen und mit »Beatspell« erstmals einen RPG-Modus, in dem man buchstäblich im Rhythmus zaubert. Komponist Tsunku ist zurück, und wer weiß, unter welchen Umständen er die Musik geschrieben hat, hört sie mit anderen Ohren.
Alles, was die Reihe über Generationen funktionieren ließ, ist hier: das unerbittliche Timing, die Absurdität, das Gefühl, beim ersten Durchgang zu scheitern und beim zweiten genau zu verstehen, warum. Willkommen zurück im Groove.