Gotham City ist das Herzstück. Die Metropole ist groß, finstere Gassen unter gotischen Wolkenkratzern, vollgepackt mit Riddler-Rätseln, WayneTech-Verstecken, Verfolgungsjagden und Verbrechen, von denen Batman per Polizeifunk erfährt. Wer mit dem Greifhaken auf Dächer zieht und dann mit ausgebreitetem Cape über die Stadt gleitet, fühlt sich wie Batman. Nicht wie ein Lego-Männchen, das Batman spielt. Die Batmobil-Garage umfasst Varianten aus verschiedenen Film- und Serienepochen, darunter den Tumbler aus »The Dark Knight«, und ist allein schon ein Argument für stundenlange Erkundungstouren. Auch das Schleichen funktioniert: von Vorsprüngen aus zuschlagen, Wachen von hinten ausknocken, aus dem Schatten zuschlagen und verschwinden. Das vereinfachte Detektivmodus-System hilft dabei, wenn eine Rätsellösung mal zu weit hergeholt wirkt, ohne dass man sich dabei ertappt fühlt, sich treiben zu lassen.
Die Liebe steckt in den Details. Der Regen läuft Batmans Maske herunter. Alfred schlendert durch Pfützen, und man sieht winzige Wellen, die sich im Wasser ausbreiten. Die Kostüme stammen aus Jahrzehnten Batman-Geschichte, Comics, Filmen, Serien und Spielen, und wer anfängt, die Referenzen zu zählen, hört irgendwann auf, weil es einfach zu viele sind. Es gibt eine Anspielung auf Anton Furst, den Production Designer des Burton-Batmans von 1989. Es gibt eine Arnold-Schwarzenegger-Parodie, die so treffsicher sitzt, dass man kurz vergisst, dass man gerade ein LEGO-Spiel spielt. Und es gibt Bane, bei dessen Dialogen Comedian Matt Berry mitgewirkt hat, was man hört und sofort versteht, warum das eine sehr gute Entscheidung war.