Der Playdate ist gelb, eigenwillig und so kompakt, dass er in jede Jackentasche passt. Wer ihn zum ersten Mal in den Händen hält, fragt sich unweigerlich: Was macht man damit eigentlich? Nikolay Buryak aus Rjazan hatte eine Antwort. Die russische Stadt liegt rund 200 Kilometer südöstlich von Moskau, direkt am Rand der echten Meshchera-Niederung, und genau diese Nachbarschaft prägt das Spiel bis in den letzten Pixel.
Als Freunde Buryak den Playdate zum Geburtstag schenkten, lag auf einmal ein gelbes Gerät auf dem Tisch, der nach einer Welt verlangte. Die entstand aus dem, was Buryak, die Animatorin Alina Subkova und der Klangkünstler Konstantin Soroka am besten kennen: die Kiefernwälder, Moorlandschaften und Legenden ihrer Heimatregion. Was die drei gemeinsam unter dem Namen khvoshch daraus gebaut haben, ist eines der stimmigsten und mutigsten Spiele, die der Playdate bislang zu bieten hat.
Der Playdate ist ein Gerät, das polarisiert: klein, eigenwillig, bewusst anders. Was hat dich dazu gebracht, genau dafür ein Spiel zu machen?
Ich hatte Teenage Engineering schon lange auf dem Schirm, aus Design-Interesse. Als Panic den Playdate ankündigte, wusste ich sofort: Das will ich haben. Dann haben mir Freunde das Gerät zum Geburtstag geschenkt, und die Idee, ein eigenes Spiel zu machen, war auf einmal nicht mehr abstrakt. Da lag ein winziger Bildschirm auf dem Tisch, mit Knöpfen, Einschränkungen und einer ganz bestimmten Stimmung. Der Playdate hat die Idee für »Meshchera« nicht komplett geliefert, aber er hat den Rahmen geschaffen, in dem sie entstehen konnte.