Herr Frascella, welche Uhr tragen Sie gerade?
Heute trage ich einen Doppelchronographen von IWC, Referenz 3711. Das Armband ist nicht original, aber die Uhr selbst ist wunderschön. Dieses Modell habe ich jahrelang gejagt. Einmal fand ich ein perfektes Exemplar mit Box und Papieren bei einem italienischen Händler. Wir einigten uns bereits auf den Preis, doch plötzlich sagte er: »Wissen Sie was? Ich glaube, ich behalte sie lieber selbst.« Das ist manchmal das Problem mit Uhrenhändlern: Sie lieben Uhren genauso sehr wie ihre Kunden. Letztes Jahr erhielt ich dann wieder eine Benachrichtigung, – ich hatte das im Netz so eingestellt. Erneut ein italienischer Händler, Full Set, originales Reiskornband, alles perfekt. Der einzige Unterschied: Die Datumsanzeige lief auf Deutsch. Diesmal zögerte ich aber nicht. Die Uhr stammt aus den frühen 1990er-Jahren, aus der sogenannten Neo-Vintage-Phase zwischen Vintage und Moderne. Besonders ist das gewölbte Saphirglas. Nach zwei Jahren änderte IWC die Konstruktion und wechselte auf ein flaches Glas, daraus entstand die Referenz 3713. Deshalb sind die frühen 3711 heute deutlich seltener. Genau diese Version wollte ich unbedingt.
Warum fiel die Wahl auf diese Uhr?
Ich wechsle gern. Die vergangenen Wochen trug ich einen Zenith El Primero Original 1969 mit 38 Millimetern, auch während der Milan Design Week. Danach folgte ein paar Tage die Sky-Dweller. Aber heute wusste ich ja, dass wir über Uhren sprechen würden. Also dachte ich: Ich nehme etwas Besonderes. Diese Uhr trage ich einfach wahnsinnig gern.