Herr Baumgartner. Wer sind Sie und was treibt Sie an?
Mein Name ist Lukas Baumgartner, ich bin 30 Jahre alt und komme ursprünglich aus Oberschwaben, aus einem kleinen Dorf in der Nähe von Biberach. Mittlerweile lebe ich am Schluchsee und arbeite dort als stellvertretender Küchenchef im Restaurant Auerhahn im gleichnamigen Hotel.
Und was mich antreibt? Ich brenne vor allem für die gehobene Gastronomie – und das Feintuning hinter einem Gericht.
Und wenn wir Ihre engsten Mitarbeiter fragen würden, wer Lukas Baumgartner wirklich ist – was würden die antworten?
Das ist immer schwer zu beantworten. Ich hoffe, sie würden sagen, dass ich ein guter Freund bin. Wir sind ein sehr familiäres Team, unternehmen gerne auch außerhalb der Arbeit viel gemeinsam. Natürlich bin ich aber auch ihr Vorgesetzter. Im Arbeitsalltag bin ich wahrscheinlich eher der ruhige Pol. Jemand, der hilft, wenn es schwierig wird, und auf den man sich verlassen kann.
Gab es einen Moment, in dem Sie wussten: Das hier wird kein Beruf, das wird mein Leben?
Einen einzelnen Moment herauszupicken, finde ich ganz schwierig. Es war eher eine Entwicklung. Die Ausbildung war am Anfang hart. Man muss lernen, unter Druck abzuliefern und schnell zu arbeiten. Irgendwann merkt man dann aber, dass die Arbeit Früchte trägt. Man wird sicherer, lernt viel und entwickelt Selbstvertrauen.
Ein prägender Moment war sicherlich, als wir damals in Freiburg den Michelin-Stern bekommen haben (im Restaurant Zirbelstube des Hotels Colombi, Anm. d. Red.). Ich war damals weder Küchenchef noch Stellvertreter, aber Teil des Teams. Wenn man so etwas einmal erlebt hat, dann bekommt man Lust darauf, dieses Gefühl noch einmal zu erleben.
Hatten Sie nie Zweifel?
Vielleicht ganz am Anfang der Ausbildung, als ich noch nicht wusste, wie ich mit dem Druck und der Erwartung umgehen soll. Aber seitdem? Nie wieder.