Moses & Plato – Last Train to Clawville
Ein Auftrag, der kippt, ein Zug, der weiterfährt, und ein Fall, der sich nicht aufschieben lässt: »Moses & Plato – Last Train to Clawville« bleibt nah an dieser Idee und zieht daraus seine Spannung. Was als Schutzmission für einen Diplomaten beginnt, endet in einem Mord, und plötzlich stehen Sie selbst unter Verdacht. Während der Clawville Express unaufhaltsam auf seine Endstation zusteuert, entsteht ein geschlossener Raum, in dem jede Entscheidung Konsequenzen hat.
Man bewegt sich durch Abteile, belauscht Gespräche, stellt Fragen, nutzt die Sinne der beiden Ermittler, um Spuren überhaupt erst sichtbar zu machen. Riechen, hören, sehen, kleine Hinweise liegen oft dort, wo man sie nicht erwartet. Zwölf Passagiere, jeder mit eigenen Motiven, jede Begegnung ein möglicher Schlüssel. Gleichzeitig läuft die Zeit weiter, jeder Schritt kostet Minuten, und nicht jede Spur lässt sich bis zum Ende verfolgen.
Was sich dabei ansammelt wächst zu einem Geflecht aus Verbindungen. Im Mind Garden werden Hinweise kombiniert, gegeneinander gestellt, neu gedacht, bis sich langsam ein Bild ergibt. Es ist dieses Zusammenspiel aus Bewegung, Zeitdruck und Schlussfolgern, das trägt, weil es nie nur ums Finden geht, sondern ums Verstehen. Ein Krimi, der einen nicht an die Hand und erst dann loslässt, wenn man selbst Teil seiner Lösung geworden ist.