Im Kampf setzt »Echoes of Aincrad« auf ein Waffensystem, das gleichzeitig Klassensystem ist. Vor jeder Quest entscheiden Sie sich für eine von sechs Waffengattungen, darunter Schwert und Schild, Dolch, Rapier oder das schwere Zweihandschwert, und jede davon bringt ein eigenes Set an Sword Skills mit, jenen aufgeladenen Spezialangriffen, die seit den ersten SAO-Romanen zum Markenzeichen der Reihe gehören. Das Ergebnis fühlt sich weniger nach einer einzelnen Kampfmechanik an und mehr nach sechs kleinen Spielen in einem, ergänzt durch eine spürbare Souls-Anleihe bei Ausweichmanövern und Paraden.
Die Synergie mit den Gefährten rundet das Ganze ab. Iori heilt im richtigen Moment, andere Begleiter setzen eigene Spezialfähigkeiten ein, und gemeinsame Finisher-Attacken liefern einige der optisch eindrucksvollsten Momente des Spiels. Wer zusätzliche Herausforderung sucht, findet sie in einem optionalen Extra-Modus mit deutlich höherem Risiko, ein nettes Bonbon für Fans, die sich die alte SAO-Anspannung zurückwünschen. Das Fundament aus Quest annehmen, Gegner besiegen, Ausrüstung verbessern und zurückkehren funktioniert dabei zuverlässig, auch wenn sich zwischen den beiden spielbaren Etagen an der einen oder anderen Stelle noch mehr Mut zur Abwechslung gelohnt hätte.