Das Kampfsystem wirkt wie ein spannender Zwischenschritt zwischen alter Rundenlogik und dem actionlastigen Kampfgefühl der Remake-Trilogie. Ein Grundangriff, Ausweichen und Blocken reichen für den Einstieg, während das DBW-Rad, kurz für Digitale Bewusstseinswellen, im Hintergrund ständig neue Gesichter und Zahlen durchrattert und dabei völlig unabhängig vom eigenen Zutun für Limit Breaks, Beschwörungen, kostenlose Sonderfähigkeiten oder zusätzliche Lebenspunkte sorgt. Genau diese Mischung aus Kontrolle und Zufall macht Kämpfe angenehm kurzweilig. Besonders erfrischend: Bosskämpfe ziehen sich hier nicht künstlich in die Länge, wie man es aus der Remake-Trilogie mit ihren aufgeblähten Lebensbalken kennt. Stattdessen bleiben sie knackig und fordernd, ohne endlos zu wirken.
Technisch bietet die Switch 2-Fassung gleich zwei Wege, das Abenteuer zu erleben. Im Performance-Modus läuft das Spiel butterweich mit gefühlt konstanten 60 Bildern pro Sekunde, spürbare Einbrüche gibt es dabei zu keinem Zeitpunkt. Der Grafik-Modus tauscht diese Geschwindigkeit gegen sichtbar feinere Texturen und läuft dafür mit 30 Bildern pro Sekunde, was sich auch in eigenen Bosskämpfen absolut geschmeidig anfühlte.
Im Handheld-Betrieb überträgt sich dieser Eindruck praktisch unverändert, beide Modi laufen unterwegs genauso überzeugend wie am Fernseher. Einzig die vorgerenderten Zwischensequenzen wirken in hektischen, effektreichen Momenten hier und da etwas körniger, was ihrem Ursprung aus der alten Fassung geschuldet sein dürfte. Die eigentlichen Ingame-Charaktermodelle hingegen sehen durchweg scharf aus und orientieren sich sichtbar an der aktuellen Remake-Optik.