Technisch leistet die Switch 2-Fassung beachtlich viel für ein Spiel dieser Weltgröße. Das Bild läuft in beiden Modi, im Handheld- wie im TV-Betrieb, stabil in 1080p mit 30 Frames pro Sekunde, mit gelegentlichen Einbrüchen, die selten genug auftreten, um den Fahrfluss zu stören. Gegenüber anderen Plattformen gibt es erwartbare Kompromisse bei Texturen und Detailgrad. Das tropische Licht O’ahus und die Farbgewalt der Insel kommen trotzdem auch auf dem kleineren Display überzeugend zur Geltung.
Die Soundkulisse hält Schritt. Dirty Two Club und Blue Stahli steuern einen Soundtrack bei, der in den Playlists stilsicher wechselt und nie deplatziert wirkt. Bei der Porsche-Kampagne klingt es anders als bei der Japan-Playlist, und das ist Absicht. Zusammen mit dem Motorenklang, der je nach Fahrzeugklasse deutlich variiert, entsteht ein akustisches Gesamtbild, das die atmosphärische Stärke des Spiels trägt.
Ein Punkt gehört zur ehrlichen Einordnung. »The Crew Motorfest« braucht eine dauerhafte Internetverbindung, was für alle Plattformen gilt, eine Hybridkonsole aber anders trifft als einen Heim-Desktop. Wer das Spiel auf PC oder Konsole bereits kennt und dort Fortschritte gesammelt hat, nimmt diese per Cross-Save mit. Ubisoft hat eine Offline-Option angekündigt, ein konkreter Termin dafür fehlt bislang.
»The Crew Motorfest« ist das stärkste Rennspiel, das die Switch 2 bislang hat, und das mit beachtlichem Abstand. Die thematische Tiefe der Playlists trägt durch Dutzende Stunden, das Fahrmodell sitzt auch nach der hundertsten Runde noch. Drei Jahre Saisoninhalt kommen von Beginn an mit, und das Spiel wird mit weiteren Seasons weiter wachsen. Wer auf O’ahu erst anfängt, wird noch sehr lange nicht fertig damit.