Wer die Geschichte des Baratie kennt, weiß, dass Restaurants in der Welt von »One Piece« nie einfach nur Restaurants sind. Ein schwimmendes Gasthaus mitten auf dem Meer, gegründet von einem Koch mit großem Herz und noch größerem Ego, hat schon immer mehr zu bieten gehabt als gutes Essen. »One Piece Grand Gourmet« knüpft genau dort an: Ein Doppelgänger-Restaurant taucht auf den Meeren auf und schadet dem Ruf des Originals. Ruffy und Sanji reagieren auf die einzig logische Weise: Sie gründen das Baratie Number Two und suchen jemanden, der das Chaos managt. Das sind Sie.
Die Prämisse ist so leichtfüßig wie der Rest des Spiels. Kairosoft, bekannt für eine lange Reihe verspielter Managementsimulationen, legt hier keine tiefgründige Story vor. Was die kurze Einleitung aber schafft, ist Stimmung. Das Baratie Number Two fühlt sich vom ersten Moment an nach »One Piece« an, und wer die Figuren kennt, wird beim Erscheinen vertrauter Gesichter unweigerlich schmunzeln.
Spielerisch beginnt alles sehr bescheiden. Ein kleines Schiff, ein paar Tische, Sanji hinter dem Herd. Dann rollen die Gäste rein, die Bestellungen stapeln sich, und ehe man sich versieht, denkt man nicht mehr über einzelne Tische nach, man plant ein ganzes Restaurantsystem. Kairosoft versteht genau, was seinen Managementloop so angenehm macht: Das Gefühl, dass das Chaos immer gerade noch handhabbar bleibt, das Restaurant dabei aber sichtbar wächst. Zutaten werden gesammelt, Rezepte mit Sanji entwickelt, und wer Teufelsfrüchte-Nutzer als Personal einsetzt, bekommt tatsächlich übernatürliche Kochunterstützung. Das ist kein Witz. Fruchtkräfte für den Herd. In keinem anderen Spiel der Welt funktioniert das so problemlos.