Sechzehn Missionen spannen ein Netz aus ständig wechselnden Schauplätzen und einer Dynamik, die eher an Actionkino erinnert als an klassische Militärdramaturgie. Das Tempo fällt kaum unter das Maximum, mit einer bewussten Ausnahme: Eine Mission namens »Stranded« setzt Sie hinter feindlichen Linien in einem offenen Gebiet ab und lässt Sie mehrere Ziele in frei gewählter Reihenfolge abarbeiten. Das ist kein strukturierendes Designelement. Es ist ein kurzer Seitenausgang aus der Achterbahn, der zeigt, wie viel Luft in diesem Konzept stecken könnte, bevor die Kampagne wieder Fahrt aufnimmt.
Das eigentliche Herzstück liegt jenseits der Kampagne. Die Bewegungsphysik der Serie sitzt nach Jahrzehnten des Feintunings auf einem Niveau, das sich kaum noch erklären lässt. Slides und Übergänge greifen ineinander, Nachladeanimationen haben ihre kleinen Gesten. Das Gesamtgefühl ist das eines Systems, das nie ins Stocken gerät, und wer lange genug weg war, merkt erst jetzt, wie viel anderes dagegen ruckelt. Der DMZ-Modus baut darauf auf: ein Extraktions-Shooter-Erlebnis mit offener Karte und eigenem Missionsloop, das von Einsatz zu Einsatz seine eigenen Geschichten erzählt und problemlos als eigenständiges Spiel durchgehen würde. Die Freiroam-Option für kleinere Runden und ein Fortschrittssystem, das nicht aufhört zu motivieren, machen daraus einen Modus, der wächst. Mit einem guten Trupp wird daraus ein Treffpunkt, an dem sich die eigene Gruppe auf Jahre einrichten könnte.
Der Multiplayer-Teil stellt ein breites Feld an Spielformen bereit. »Kill Block« verändert die Kartenstruktur von Runde zu Runde durch modulare Segmente und mischt Referenzen an ältere Schauplätze ein. »Frontline« und »Collateral« bieten klassischeres Gefecht auf festen Maps, während »Ground War: Combat Outpost« mit 32 gegen 32 Spielern und Fahrzeugen eine deutlich größere Bühne aufbaut. Nicht jeder Modus trifft gleich gut, aber die Bandbreite sorgt dafür, dass sich jeder Spielertyp irgendwo wiederfindet, und mit dem geplanten Post-Launch-Content wächst das Angebot ohnehin weiter.