Kim Jones hat in seiner Karriere so ziemlich alles erreicht, was die Luxusmode zu bieten hat. Louis Vuitton? Check. Dior? Check. Fendi? Sie ahnen es: Check. Er hat Streetwear salonfähig gemacht, Supreme mit Louis Vuitton zusammengebracht und bewiesen, dass sich Tradition und Zeitgeist ziemlich gut verstehen können.
Jetzt macht der britische Designer etwas, das fast schon revolutionär wirkt: Er arbeitet wieder unter seinem eigenen Namen.
Mit KIM JONES kehrt er zu seinen Wurzeln zurück. Bereits 2003 gründete er sein erstes Label, bevor ihn die großen Modehäuser für sich entdeckten. Die Neuauflage soll im Herbst 2027 erscheinen. Produziert wird überwiegend in Japan, Lederwaren entstehen in Italien. Gemeinsam mit seiner langjährigen Weggefährtin Lucy Beeden setzt Jones auf vielseitige Entwürfe jenseits klassischer Geschlechterkategorien. Der erste eigene Store ist für Hongkong geplant.
Interessant ist dabei nicht nur, was Jones entwerfen will. Sondern auch, was er hinter sich lässt.
Denn während Luxuskonzerne immer größere Markenwelten erschaffen und ihre Preise in immer schwindelerregendere Höhen treiben, verspricht Jones eine zugänglichere Form von Mode. Qualität statt Größenwahn. Persönlichkeit statt Konzernlogik. Zumindest so mal der Anspruch. Ob daraus dann tatsächlich eine neue Definition von Luxus entsteht? Warten wir ab. Aber die Idee gefällt uns.
Nach Jahrzehnten im Dienste großer Namen wird Kim Jones jetzt wieder selbst zur Marke. Und manchmal ist genau das der größte Luxus: seinen eigenen Kopf durchsetzen zu können.