Corvette Stingray: Donnern mit Ansage
Kirills erste Wahl: die Corvette Stingray. Mittelmotor, V8, höchst performante Sportreifen. »Da kann man nichts falsch machen«, denkt er sich und lädt nach dem Verlassen der Boxengasse erst einmal durch. Mit einem donnernden Beben des 6,2-Liter-V8 fliegt er auf die erste Kurve zu.
Mangels Streckenkenntnis lässt er es in den ersten Runden gemächlich angehen, spürt aber schon da, wie souverän und exakt der Reifen auf seine noch zaghaften Lenkimpulse reagiert. Nach wenigen Runden sieht das schon anders aus: Spät gebremst, vermutlich viel später, als dem Instruktor auf dem Beifahrersitz lieb ist, fährt er die erste Kurve nach der Start-Ziel-Geraden an. Früh wieder ans Gas. In der nächsten schnellen Rechten verpasst er den Scheitelpunkt und muss korrigieren. Dem Reifen ist das reichlich egal. Er folgt stur seiner plumpen Lenkeingabe.
Zeit, zu provozieren: Gemeine Lastwechsel, provokante Lenkimpulse, den Grenzbereich finden. Doch der Reifen gibt sich wie ein tibetischer Mönch. Auf Kampfhandlungen lässt er sich nicht ein. Jegliche Aggressionen an Lenkrad und Gaspedal wehrt er mit stoischer Gelassenheit ab.