Das Gameplay ist genau das, was man sich erhofft hat, und ein bisschen mehr. Schleichen, Beobachten, Belauschen, Kämpfen, improvisieren, entkommen. Es gibt Gadgets, Gegnermuster, mehrere Wege durch eine Mission und das konstante Gefühl, dass es sich um Bond handelt und nicht um irgendeinen Actionhelden mit Geheimdienstauftrag. Das Game liefert Levels, die trotz klarer Struktur Raum für eigene Entscheidungen lassen. Wer durch einen Lüftungsschacht will, kann. Wer lieber blufft, auch.
Das System zwingt einen dabei nie zu einer einzigen Spielweise. Bond kann Wachen beschatten, Gadgets einsetzen, um Alarmanlagen zu deaktivieren, und im nächsten Moment mit überzeugtem Gesicht einem Sicherheitsmann erklären, er sei der IT-Techniker für den kaputten Server. Wer genug Fokuspunkte gesammelt hat, kann Zeit verlangsamen, um in Feuergefechten präziser zu reagieren. Und sollte die Munition ausgehen, fliegt eben die leere Waffe. Der sogenannte »Lizenz zum Töten«-Modus wird automatisch aktiv, sobald ein Gegner die Waffe zieht, und schaltet das Spiel in einen anderen Gang. In der Praxis fühlt sich das alles schlicht wie Bond an.