Erzählerisch bewegt sich das Spiel in den politisch aufgeladenen
letzten Tagen der Klonkriege, einer Phase, die im Star-Wars-Universum
bislang eher selten im Zentrum stand. Lucasfilm selbst betont, dass hier
eine waschechte Strategieerfahrung entstehen soll und keine Actionhülle
mit Star-Wars-Anstrich.
»Star Wars Zero Company« präsentiert sich mit einer
cineastischen Bildsprache, die trotz der taktischen Distanz viel Wert
auf Inszenierung legt. Auf dem Schlachtfeld dominiert die isometrische
Übersicht mit einem gitterbasierten Deckungssystem, während die Kamera
bei wichtigen Aktionen näher heranzoomt und einzelne Momente filmisch in
Szene setzt. In der Kommandozentrale wechselt die Perspektive komplett
und Sie bewegen sich in Third-Person-Ansicht durch die sogenannte Den,
wo Gespräche mit den eigenen Operatorn stattfinden. Dieser Wechsel
zwischen taktischer Distanz und persönlicher Nähe sorgt dafür, dass sich
die Truppe wie eine echte Gemeinschaft anfühlt und nicht wie eine reine
Zahlenkolonne auf dem Schlachtfeld.
Genau dieser Mut zum Umdenken macht »Star Wars Zero Company« zu einem der spannendsten Star-Wars-Spiele der letzten Jahre. Bit Reactor traut sich, gegen den Strom zu schwimmen, und belohnt dafür mit einem Genre, das in dieser Galaxis viel zu lange auf seinen großen Auftritt warten musste. Das Spiel ist erhältlich für PC, PlayStation 5 und Xbox Series X/S und beweist eindrucksvoll: Manchmal braucht eine Marke genau diesen mutigen Bruch mit dem Altbekannten, um wieder richtig zu funkeln.