Sehen Sie selbst als Vorbild?
Mehr als früher. Mit dem Projekt »Iron Dames« haben wir die
Perspektive vieler Menschen verändert. Wenn in Le Mans ein vierjähriges
Mädchen vor dir steht und dich ansieht, als wärst du Michael Schumacher,
dann weißt du, dass du etwas richtig gemacht hast. Ich hoffe, wir
inspirieren junge Mädchen dazu, die nächsten »Iron Dames« sein zu
wollen.
Hatten Sie selbst Vorbilder?
Michael Schumacher. Als Elfjährige bin ich vom dänischen TV interviewt worden und habe im Fernsehen
gesagt: »Ich werde der nächste Michael Schumacher – nur in weiblich.«
Vergangenes Jahr in der WEC bin ich dann Mick Schumacher begegnet. Ich bin
normalerweise nie auf Stars fixiert. Aber in diesem Fall war das anders.
Er sieht seinem Vater so ähnlich. Er war wahnsinnig nett zu mir und wir
sind gute Freunde geworden.
Sie haben 2023 mit dem 911 RSR beim WEC-Rennen in Bahrain den Klassensieg geholt. Was macht dieses Auto so besonders?
Der RSR ist eine Bestie. Der Sound ist so pur und laut – wenn man hinter ihm fährt, hört man sein eigenes Auto nicht mehr. Als wir von Ferrari zu Porsche wechselten, hat es sofort Klick gemacht. Das Auto hat sich angefühlt, als wäre es für mich gebaut worden. Es liegt wie auf Schienen, bleibt immer kontrollierbar. Bei anderen Marken hatte ich manchmal das Gefühl, das Auto kontrolliert mich mehr als ich das Auto. Im 911 RSR dagegen könnte ich stundenlang fahren, ohne müde zu werden.