Das Kürzel »IFR« steht für »Instrument
Flight Rules«. Dieser Instrumentenflug greift dort, wo Sichtflug endet: bei
schlechtem Wetter, internationalem Luftverkehr, dem Anflug auf große Flughäfen.
Wer im IFR landet, folgt strikten Verfahren. Eines davon ist die Warteschleife:
ein standardisiertes Warteverfahren in der Luft, wenn mehrere Maschinen
gleichzeitig zur Landung ansetzen. Je nach aktuellem Kurs schreibt das
Verfahren vor, auf welchem Kurs in diese Schleife einzufliegen ist: Direct,
Teardrop oder Parallel – so heißen die Einflugsarten. Die falsche Wahl kostet
Zeit, Treibstoff und Nerven. Die richtige Wahl erfordert im Cockpit
üblicherweise eine schnelle mentale Berechnung.
Die Startimer übernimmt genau diese
Berechnung. Zwei Schritte an der bidirektionalen Keramiklünette genügen:
Inbound-Kurs eingeben, aktuelles Heading anlegen. Das Zifferblatt antwortet mit
Farbcodes: Orange für Direct, Rot für Teardrop, Blau für Parallel. »Nichts ist
überflüssige Zierde«, betont Guido Benedini, CEO von Watch Angels. Die Uhr ersetze
nicht die an Bord befindlichen Systeme – aber »sie bietet die in der Luftfahrt
so wichtige Redundanz, die es ermöglicht, sich in sehr komplexen Umgebungen
gelassen auf das Wesentliche zu konzentrieren.«