Duskfade
Erinnern Sie sich noch an die frühen 2000er? GameCube unter dem
Weihnachtsbaum, die Welt riecht nach frischem Plastik und Aufregung, und
auf dem Bildschirm läuft »Jak and Daxter«. Es war die Hochzeit des
3D-Plattformers, eine kurze, goldene Ära voller leuchtender Welten,
mechanischer Begleiter und Helden, die mit Verve durch riesige Levels
sprangen. Dann verschwand das Genre fast vollständig, und wer seitdem
darauf wartet, bekommt mit »Duskfade« von Weird Beluga endlich eine
ernsthafte Antwort.
Held Zirian macht sich auf, seine Schwester aus einem geheimnisvollen
Uhrturm zu befreien, nachdem die Welt in ewige Nacht versunken ist, und
mit ihm zieht sein mechanischer Begleiter Cuckoo, ein Uhrwerkvogel mit
deutlich mehr Persönlichkeit als die meisten menschlichen Nebenfiguren
anderer Spiele. Zusammen durchqueren sie ätherische Wälder,
überschwemmte Herrenhäuser und sandige Tempelanlagen, grinden über
Schienen, gleiten durch Lüfte und kombinieren Sprung, Enterhaken und
Dash zu einem Bewegungsgefühl, das sich vertraut und frisch zugleich
anfühlt.
»Duskfade« macht keinen Hehl daraus, woher es kommt: »Jak and
Daxter«, »Ratchet & Clank«, »Kingdom Hearts«, all diese Einflüsse
stecken sichtbar drin. Und das ist genau richtig so. Was Weird Beluga
und Publisher Fireshine Games hier abgeliefert haben, ist ein
aufrichtiger Liebesbrief an eine Ära, den sie in Unreal Engine 5 zum
Strahlen gebracht haben.