Big Walk
Als House House vor Jahren eine einzelne, äußerst unhöfliche Gans auf eine ahnungslose Kleinstadt losließ, hätte wohl niemand erwartet, dass aus diesem Chaos-Experiment ein ganzes Studio-Selbstverständnis wird. Mit »Big Walk« wagt sich das australische Team nun an etwas deutlich Größeres, ohne dabei seinen Humor gegen Ambition einzutauschen. Statt einer Gans schickt man diesmal eine ganze Gruppe von Freunden querfeldein, inspiriert vom australischen Wilsons Promontory National Park, und lässt sie gemeinsam ein Inselgeflecht aus Rätseln, Alberei und echtem Miteinander erkunden.
Das eigentliche Herzstück ist die Kommunikation selbst. Über ein raffiniertes Proximity-Voice-Chat-System verändert sich die eigene Stimme je nach Entfernung, hallt in Gängen nach oder wird durch Wände gedämpft, während Walkie-Talkies und Fernrohre für zusätzliche Verwirrung sorgen. Bis zu zwölf Spielerinnen und Spieler können gleichzeitig loswandern, gemeinsam Rätsel knacken oder sich einfach nur verlieren und dabei feststellen, dass genau das der eigentliche Spaß ist.
Publisher Panic, bekannt für »Firewatch« und »Thank Goodness You’re Here!«, bringt mit »Big Walk« auf Nintendo Switch 2, PlayStation 5 sowie PC und Mac eines der besten Games der letzten Monate. Wer schon immer wissen wollte, wie sich digitale Freundschaft anfühlt, wenn man sich gegenseitig ein Fernglas ins Meer wirft, bekommt hier die vermutlich charmanteste Antwort des Jahres.