Bereits die ersten Minuten verdeutlichen, dass »Forza Horizon 6«
nicht einfach nur ein weiterer Ortswechsel ist. Japan wirkt hier nicht
wie eine Sammlung bekannter Klischees, die lose miteinander verbunden
wurden. Vielmehr entsteht das Gefühl, tatsächlich durch ein Land zu
fahren, das Gegensätze liebt. Nur wenige Minuten nachdem man noch
zwischen grellen Werbetafeln und engen Straßen Tokios unterwegs war,
führt die nächste Route durch ruhige Berglandschaften mit schmalen
Passstraßen und dichten Wäldern. Genau diese Kontraste machen den
größten Reiz der Welt aus.
Dabei profitiert das Spiel enorm davon, dass Tokio erstmals ein
wirklich zentraler Bestandteil der Karte ist. Die Stadt stellt laut
Entwickler das bislang größte urbane Gebiet der Reihe dar und fühlt sich
tatsächlich danach an. Überall warten kleine Abkürzungen, Tunnel,
Brücken und technische Kurvenfolgen darauf, entdeckt zu werden.
Besonders nachts entfaltet Tokio eine fast hypnotische Wirkung. Wenn
sich die Neonlichter auf regennassem Asphalt spiegeln und ein Nissan
Skyline GT-R durch enge Straßenschluchten driftet, versteht man sofort,
weshalb Fans seit Jahren genau dieses Szenario sehen wollten.