Die Automobilindustrie hat ein erstaunlich gutes Gedächtnis entwickelt. Ausgerechnet jetzt, da sie mit Hochdruck an der Zukunft arbeitet, blättert sie auffällig häufig im eigenen Familienalbum. Und siehe da: Zwischen alten Entwürfen, legendären Silhouetten und längst vergessenen Designideen findet sich so manches, das ausgesprochen gut gealtert ist.
Anderes weniger. Schließlich rosteten Autos früher schneller, verbrauchten mehr und hatten bisweilen die Sicherheitsausstattung eines Gartenstuhls. Aber eines muss man ihnen lassen: Man erkannte sie. Ein Citroën 2CV sah aus wie ein Citroën 2CV. Ein Renault 5 wie ein Renault 5. Und ein Fiat Multipla? Nun ja. Den verwechselte man dann garantiert nicht.
Auf dem Pariser Autosalon 2026 scheint man sich daran erinnert zu haben. Statt ausschließlich auf immer größere Displays, immer schmalere Leuchten und immer ähnliche Silhouetten zu setzen, präsentieren die Hersteller wieder Autos mit Ecken, Kanten und einem erfreulich guten Wiedererkennungswert.