Ferrari sagt damit implizit: Dieser Ferrari ist ein Objekt im kulturellen Sinne – eine Skulptur, die sich bewegt. Wer ihn betrachtet, soll sich dieselben Fragen stellen, die man sich vor einem Ive-Objekt stellt: Warum diese Form? Warum dieses Material? Warum diese Stille in der Oberfläche? Warum dieser Preis? – Halt! Die letzte Frage nehmen wir zurück. Denn wer die stellt, hat nichts verstanden. Weder in der Kunst noch bei Ferrari.
Entsprechend muss bei der Bewertung auch das Vokabular gewählt werden. Vielleicht so: Der Luce manifestiert in seiner skulpturalen Transzendenz die dialektische Aufhebung des automobilen Paradigmas – eine phänomenologische Verdichtung von Raum, Bewegung und materieller Reinheit, die den Betrachter in einen kontemplativen Zustand epistemischer Suspension versetzt. Das Glass House artikuliert die Negation des Überflüssigen als affirmative Geste. LoveFrom hat hier nicht designed, sondern destilliert.
Oder einfach gesprochen: der vollelektrische Ferrari Luce sieht anders aus, als jeder Ferrari zuvor. Ob er schön ist, ob er zeitlos elegant ist, ob er ästhetisch ist, soll jeder für sich entscheiden.