AEZ stellt Alufelgen her, also sportliche Räder für Automobile, meist in größerer Dimension, was das Fahrverhalten sportlicher und sicherer macht und die Optik verbessert. Nur werden die inzwischen oft als Serienausstattung verbaut, was es schwieriger macht, dem Produkt die entsprechende Begehrlichkeit zu verleihen. Hier kommt naturgemäß das Marketing ins Spiel. In der Tuning-Branche im Automobilbereich rechnet man eher selten mit der feinen Klinge. Meist wurde recht brachial mit nackter Haut gearbeitet, und tatsächlich haben wir spätpubertierenden Autonarren in den späten 1980er- und frühen 1990er-Jahren nicht nur wegen der Tuning-Angebote zum D&W-Katalog gegriffen, der damals im gut sortierten Zeitschriftenhandel prominent zwischen »Men’s Health«, »GQ« und »Playboy« lag.
Bekanntlich haben sich die Zeiten geändert, die Welt hat sich weitergedreht. In einem Werbemix von Hydration Break bis TikTok würde ein fettes Werbesujet, das atemberaubend KI-generierte Longleg-Models um ein SUV mit AEZ Tokio 23-Zöllern in einer HDR-Mondlandschaft-Fantasiewelt tanzen lässt, sicherlich reüssieren. Oder zumindest nicht negativ auffallen. Aber zum Glück sitzen bei AEZ etwas andere Typen. Die können sich noch an gute Werbezeiten, in der Schönheit, Ästhetik und Authentizität als Assets galten, erinnern, sie wurden sogar in diesen ausgebildet. Folgerichtig geht es in Werbelinien, die sie erdenken, weniger um »Wow« als um »Aha«. Und bekanntlich setzt sich Letzteres nachhaltiger in Ganglien fest als irgendein kurzer Ideenblitz. Also nahm man das große, schöne Rad, das in seinem Hauptjob Supercars wie einen Audi RSQ8 oder einen Range Rover felgenmäßig veredelt, und schraubte es an einen Fiaker. Zwei PS versus 600 oder mehr. Dafür zehn Mal so viel Impact.