Zwei Helden, zwei Perspektiven – ein Rollenspiel, das seine eigene Form von Symmetrie findet. »Tales of Xillia Remastered« bringt eines der wichtigsten Kapitel der Tales-of-Reihe zurück, überarbeitet für moderne Systeme, aber seiner Struktur treu. Das Spiel erzählt die Geschichte von Jyde Mathis, einem Medizinstudenten aus Fennmont, und Milla Maxwell, einer Frau, die sich als Herrin der Geister bezeichnet. Zwei Figuren, deren Wege sich kreuzen, als die Balance zwischen Mensch und Geist in der Welt von Rieze-Maxia zu kippen droht.
Die Entscheidung, wessen Perspektive man wählt, verändert das Erlebnis spürbar. Jyde erlebt die Ereignisse als neugieriger Beobachter, hineingezogen in eine politische Intrige. Milla handelt mit Überzeugung, wissend, dass ihr Auftrag größer ist als sie selbst. Diese Dualität ist mehr als ein erzählerischer Kniff – sie zwingt dazu, Verantwortung aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten. Dass Bandai Namco diese Struktur nie wieder in dieser Form aufgegriffen hat, verleiht dem Spiel im Rückblick fast den Charakter eines Experiments, das seiner Zeit voraus war.