Zwischen den Einsätzen wird nach und nach das Geheimnis der Inseln gelüftet, was vor allem als charmantes Bandgeplänkel funktioniert und weniger als storygetriebenes Epos mit großen Wendungen. Wer auf gewaltige erzählerische Umbrüche hofft, wird enttäuscht, wer stattdessen gerne beim Ausrüsten kleine Gespräche mit drei sympathischen Tintenfischen führt, kommt voll auf seine Kosten. Zurück am Hideout Ship, das mit jedem erfolgreichen Raid ein Stück gemütlicher und funktionaler wird, verwandelt sich gesammelter Loot in neue Waffen, Ausrüstung und Verbesserungen für das Schiff selbst, wodurch sich die Rückkehr nach jeder Mission fast so lohnend anfühlt wie der Raid davor.
Genau im Kampfsystem liegt aber die eigentliche Stärke des Spiels, denn hier übernimmt »Splatoon Raiders« das bewährte Fundament von Salmon Run und baut großzügig darauf auf. Statt klassischer Splat Bombs greifen Sie zu Gadgets in den Ausrichtungen Speed, Power und Taktik, die sich mit Bauteilen aus erlegten Salmoniden gezielt aufwerten lassen. Wer wie ich gerne Geschütztürme aufstellt und Gegner aus sicherer Entfernung zerlegt, kommt an den taktischen Gadgets kaum vorbei, während Fans des direkten Vorwärtsdrangs mit den Speed-Varianten bestens bedient sind.