Die Geschichte, die sich über den gesamten »Dark Seeker Saga«-Bogen von Teil eins bis »Kingdom Hearts III« entfaltet, dreht sich um Xehanort, einen Meister-Schlüsselschwertträger mit einer Obsession für die Finsternis und dem Plan, den ursprünglichen Schlüsselkrieg neu zu entfachen. Was zunächst nach einem klassischen Gut-gegen-Böse-Aufbau klingt, wird mit jedem Ableger komplexer, verzweigter und mitunter so verschachtelt, dass selbst eingefleischte Fans gelegentlich den Überblick verlieren. Wer die Collection als Neueinsteiger von vorne durchspielt, bekommt dafür etwas Seltenes: den vollständigen Kontext, den die Reihe verdient.
Das Kampfsystem ist über alle Titel hinweg eines, das man sich einmal erklärt, aber nie wirklich ausgelernt hat. Schlüsselschwert-Angriffe, Magie, Partybefehle, Formwechsel und in »Kingdom Hearts III« das Attraktionsfluss-System, das Sora mitten im Gefecht Freizeitpark-Attraktionen beschwören lässt, ergeben ein Gesamtbild, das gleichzeitig zugänglich und tief ist. »Kingdom Hearts II« gilt bei Fans und Kritikern weithin als der spielmechanisch stärkste Teil der Reihe: Die Antriebsformen, mit denen Sora verschiedene Kampfstile annimmt, geben dem Kampf eine Varianz, die sich über Dutzende Stunden nicht abnutzt. »Kingdom Hearts III« ist der visuell spektakulärste Eintrag und der emotionale Abschluss einer Geschichte, auf die Fans seit Jahren gewartet haben.