Die Kampagne spielt sich über drei Tage und Nächte ab, während Kalona im Zeitraffer aufhört zu existieren. Marcus Fenix und Dominic Santiago kennt jeder als hartgesottene Veteranen, die Emotionen irgendwo zwischen Schulterzucken und Knurren verarbeiten. Hier sind sie jung, schnell und von der schieren Dimension des Angriffs überfordert. Das Bravo Squad, dem auch die Waffenmeisterin Mags Carter und der Rookie Lucas Reyes angehören, kämpft nicht mit der routinierten Gewissheit späterer Teile. Es kämpft mit dem rohen Instinkt von Leuten, die gerade dabei zusehen, wie ihre Stadt aufgehört hat zu existieren. Der Ton trifft dabei etwas, das der Reihe bislang fehlte: Verlust, Nähe, eine Stille zwischen den Explosionen, die tatsächlich etwas bedeutet.
Das Gameplay hat The Coalition mit dem stärksten Umbau der Steuerung seit »Gears of War 3« ausgestattet. Marcus bewegt sich nun schnell, kann springen, in Deckung gleiten und Positionen wechseln, ohne dass das Spiel dabei sein Cover-Shooter-Fundament aufgibt. Der Kettensägen-Lancer, inzwischen Ikone der Reihe, erlebt in »E-Day« seinen Ursprung: Ein Prototyp, grob aus einem Standardgewehr und einer alten Motorsäge zusammengebaut, wird dem Bravo Squad erstmals in die Hände gedrückt. Das ist Fan-Service in seiner besten Form, weil er sich gleichzeitig wie ein echter Spielmoment anfühlt.