Jahrelang war ein Aston Martin atemberaubend anzusehen, solange er stand. Man kaufte ihn aus ästhetischem Bewusstsein, Patriotismus oder wegen der irrigen Annahme, James Bond zu sein. Letzteres bedeutet, wie wir wissen, dass man eigentlich ein alkoholkranker Staatsbediensteter mit Bindungsängsten ist. Und während der Aston Martin zu Herzeigen diente, fuhr man Porsche. Turbo oder GT3 waren die Mittel der Wahl, wenn man die nötige Spezialwaffe benötigte.
An dieser Stelle drängt sich der Vergleich mit einem Ferrari auf. Naheliegend ist der 12Cilindri, der mit Front-Mittelmotor und ähnlichem Radstand vorfährt. Doch das überlassen wir den geschätzten Spionen der Fachpresse. Uns würde eine Verfolgungsjagd mit einem Ferrari F355 interessieren. Denn dieser weist heute, mit einem ähnlichen Altersunterschied von mehr als 30 Jahren wie damals der DB5, technisch ein ganz anderes Niveau auf. Wir behaupten: Der Ferrari könnte durchaus mithalten, auch wenn er nur 380 PS hat – er wiegt gut 500 Kilogramm weniger als der DB12 S.