Südspanien im Winter. Mild-warme Wintersonne, Zitrusfrüchte, Palmen im tiefen Sonnenlicht, das so golden und körnig scheint, als hätte jemand einen Super-8-Filter über die Realität gelegt. Die Alpine A390 GT macht keinen Lärm, als sie startet. Kein Ritual, kein Aufwärmen, kein Drama. Sie rollt los. Und vielleicht ist genau das der erste Unterschied, den man verstehen muss: Dieses Auto will fahren.
Wenn man das Pedal drückt, liefert sie diesen ansatzlosen Schub, der Magenwände strapaziert. Ein Sport-Fastback, der nicht brüllt. »Permanenterregt« nennen die Fachleute das bei Elektromotoren, was im Grunde nichts anderes als einen irre starken Muskel mit maximaler Vorspannung beschreibt, der darüber hinaus nahezu keinerlei Reaktionszeit hat, wenn er sich mal anspannen soll. 400 PS und 661 Newtonmeter für 4,8 Sekunden auf hundert sind das in harter Währung, bei der GTS-Version sogar 470 PS und 824 Newtonmeter und 3,9 Sekunden auf hundert. Durch das Active Torque Vectoring krallt sich die Alpine zudem aus purer Lust an der Fliehkraft in den Asphalt, zieht in die Kurve hinein, hält Linie, bleibt ruhig. Kein Kraftmeier, kein regulierendes Theater. Grip, Balance, Vertrauen.