Spielerisch verzichtet »1000xRESIST« bewusst auf klassische Systeme
und setzt stattdessen auf ein ruhiges Nebeneinander aus Erkundung und
sogenannten Communions. In den Erkundungsphasen bewegt man sich durch
die unterirdische Anlage namens The Orchard, spricht mit den zahlreichen
Sisters und sammelt nebenbei kleine Lore-Häppchen ein. In den
Communions taucht man gemeinsam mit anderen Figuren in Erinnerungen ein,
die auf überraschende Weise die Perspektive wechseln: mal dritte
Person, mal Ich-Perspektive, mal ein kurzer Ausflug ins
2D-Sidescrolling. Eine Zeitphasen-Mechanik erlaubt es zudem, Orte zu
unterschiedlichen Zeitpunkten zu besuchen, was gelegentlich leichte
Rätsel ergibt, ohne dass diese je im Vordergrund stehen würden. Diese
Zurückhaltung beim klassischen Gameplay ist Programm, denn im Zentrum
steht immer die Geschichte, die sich mit erzählerischer Konsequenz über
gleich mehrere Figuren und Zeitebenen erstreckt.
Technisch war die ursprüngliche Switch-Fassung ein Kompromiss, der dem ambitionierten Weltenbau des Spiels nicht immer gerecht wurde. Die neue Switch 2 Edition schafft hier spürbar Abhilfe: Im Dock-Modus läuft »1000xRESIST« nun in 4K-Auflösung, im Handheld-Betrieb in Full HD, jeweils mit einer stabilen Bildrate von 30 Bildern pro Sekunde. Wer das Spiel bereits auf der ersten Switch besitzt, bekommt das Upgrade kostenlos, was einem großzügigen Nintendo-eigenen Gesetz der Wiedergutmachung gleichkommt. Die stimmungsvolle Lichtsetzung, die changierenden Texturen und die sorgfältig komponierten Bildkompositionen, für die das Studio mehrfach gelobt wurde, kommen auf der neuen Hardware deutlich klarer zur Geltung als zuvor.