Der Kern von »Yakuza Kiwami 3« bleibt erhalten. Kazuma Kiryu hat sich
aus dem kriminellen Alltag zurückgezogen und versucht, in Okinawa ein
ruhigeres Leben zu führen. Schon früh wird deutlich, dass diese Ruhe
trügerisch ist. Politische Interessen, alte Rivalitäten und persönliche
Verpflichtungen holen ihn ein. Die Geschichte nimmt sich Zeit, Figuren
und Schauplätze zu etablieren. Gerade dieser entschleunigte Einstieg
unterscheidet den dritten Teil spürbar von späteren Serienbeiträgen.
Die Neuauflage greift hier behutsam ein. Zusätzliche
Zwischensequenzen vertiefen bekannte Momente, ohne den Tonfall zu
verändern. Kiryu wird erneut als jemand gezeigt, der Verantwortung
übernimmt, auch wenn er sie nie gesucht hat. Besonders die Abschnitte
rund um das Waisenhaus Morning Glory geben der Handlung ein emotionales
Fundament, das weit über reine Genre-Muster hinausgeht.