Das eigentlich Interessante an dieser Produktion ist allerdings nicht nur ihre Ästhetik. Sondern die Entscheidung, wie sie entstanden ist.
Während künstliche Intelligenz inzwischen innerhalb von Sekunden ganze Bilderwelten hervorbringen kann, investiert Prada in eine Technik, die Zeit, Erfahrung und eine bemerkenswerte Präzision verlangt. Eine bewusste Rückkehr zum Analogen, ohne dabei altmodisch zu wirken.
Denn natürlich könnte man solche Fantasiewelten heute auch am Computer erzeugen. Aber die kleinen Eigenheiten einer handgezeichneten Bewegung, die sichtbare Handschrift des Künstlers und die Sorgfalt hinter jedem einzelnen Bild verleihen dieser Kampagne ihren besonderen Charakter.
Vielleicht ist genau das inzwischen eine ziemlich zeitgemäße Vorstellung von Luxus: nicht alles schneller und einfacher zu machen, nur weil es möglich ist.
Und so erzählt Prada in diesem Winter nicht einfach eine Geschichte über Mode und schöne Geschenke. Sondern erinnert ganz nebenbei daran, wie viel Freude in einer guten Idee stecken kann, wenn man sich für ihre Umsetzung die nötige Zeit nimmt.
Manchmal beginnt die Zukunft eben mit einem Bleistift.