Die Handlung siedelt Capcom in Kyoto zu Beginn der Edo-Zeit an, einer Phase relativen Friedens, die von der Malice zerstört wird. Musashi findet sich unfreiwillig mit dem Oni-Handschuh verbunden wieder und muss fortan gegen die dämonischen Genma bestehen, während er nebenbei herausfinden will, wie er den Handschuh wieder loswird. Klingt nach klassischem Ausgangsmaterial, wird aber überraschend frisch erzählt. Der Ton pendelt zwischen ernsten Momenten und einem Musashi, der trotz Schwertmeisterschaft ziemlich tollpatschig und komödiantisch unterwegs ist, fast wie ein Charakter, der sich selbst nicht zu wichtig nimmt und genau dadurch sympathisch wird. Die Begleitcharaktere Ono no Takamura und Izumo no Okuni tragen ihren Teil dazu bei, und die Antagonisten gehören zu den einprägsamsten Figuren des Spielejahres
Spielerisch bewegt sich »Onimusha: Way of the Sword« zwischen
klassischem Hack-and-Slash und den Prinzipien, die man von
From-Software-Titeln kennt. Leichte und schwere Angriffe bilden das
Grundgerüst, doch das eigentliche Herzstück ist die Haltungsleiste der
Gegner, die durch Parieren, Ausweichen und Blocken geleert wird. Ist sie
leer, öffnet sich das Fenster für Issen, den ikonischen Konterangriff
der Serie, der jetzt durch die neue Variante Break Issen ergänzt wird
und gezielt einzelne Körperteile der Gegner anvisiert. Dazu kommt das
Einsammeln von Seelen: Gelbe füllen die Lebensenergie auf, rote dienen
als Währung für Verbesserungen, blaue laden die Oni-Kraft für die
mächtigen Spezialwaffen auf. Wer zu lange zögert, riskiert allerdings,
dass Gegner die Seelen selbst absorbieren und dadurch stärker werden.