Und George Lucas? Der hat eben nicht nur ein Faible für bewegte Bilder, sondern auch für solche, die an der Wand hängen. Über 40.000 Werke beherbergt das neue Museum – eine der umfangreichsten Sammlungen narrativer Kunst weltweit. Rund 1.300 davon sind derzeit zu sehen, auf 9.300 Quadratmetern Ausstellungsfläche, verteilt auf 35 Galerien. Statt nach Gattungen sind die Bilder nach Themen geordnet: Liebe, Familie, Arbeit, Sport oder Kindheit verweisen auf universelle Erfahrungsräume. Und genau darin liegt der Reiz: Lucas schreibt eine alternative Kunstgeschichte, in der Gemälde, Comics, Illustrationen, Fotografien, Murals und Filme nicht auf verschiedene kulturelle Stufen gestellt werden. Stattdessen laden sie dazu ein, danach betrachtet zu werden, welche Geschichte sie erzählen, welche Gefühle sie auslösen und welche gesellschaftlichen Vorstellungen sie verbreiten. So wird Kunst einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Kanon war gestern.