Das Kampfsystem ist rundenbasiert, übersichtlich und tief genug, um über Dutzende Stunden interessant zu bleiben. Jede Figur entwickelt sich über einen Fertigkeitenbaum weiter, Partykombinationen eröffnen Sonderaktionen, und wer möchte, kann über Drakonische Spielregeln den Schwierigkeitsgrad deutlich anheben. Das Tempo lässt sich auf Wunsch auf das Doppelte oder Vierfache beschleunigen, was gerade in Gebieten mit hoher Kampfdichte ein echter Komfortgewinn ist. Wer sich lieber in JRPG-Nostalgie fallen lässt, schaltet den 2D-Modus ein und spielt das gesamte Abenteuer als liebevolles 16-Bit-Rollenspiel mit Zufallskämpfen und angepasster Kampfmechanik. Dieser Modus ist kein Gimmick, er ist ein vollwertiger Zugang zu einem vollwertigen Spiel.
Auf der Switch 2 läuft »Dragon Quest XI S« in zwei wählbaren Modi: Performance mit 1080p und 60 Bildern pro Sekunde, Qualität mit 1440p und 30. Beide Optionen machen einen spürbaren Unterschied gegenüber der ursprünglichen Switch-Version. Die Welt Erdrias, mit ihren weiten Küstenlandschaften, verschneiten Bergpässen und kleinen Dörfern voller Detailarbeit, gewinnt bei höherer Auflösung sichtbar an Tiefe. Im Qualitätsmodus merkt man, wie viel Aufwand Square Enix in die Gestaltung dieser Welt gesteckt hat. Im Performance-Modus läuft das Spiel mit einer Flüssigkeit, die gerade in dichteren Kampfsituationen spürbar angenehmer ist. Der orchestrale Soundtrack, bereits in der Definitive Edition enthalten, klingt über Kopfhörer oder gute Lautsprecher nach wie vor außergewöhnlich gut.