Die Geschichte beginnt mit einer simplen Prämisse, die sich nach und nach zu einem kosmischen Albtraum ausweitet. Sanktuario, die Welt der Menschen, ist nach dem Fall von Lilith nicht etwa gerettet, denn ihr Vater Mephisto, Urdämon des Hasses, hat längst eigene Pläne geschmiedet. »Vessel of Hatred« führt Sie nach Nahantu, wo Neyrelle versucht, Mephistos Seelenstein unter Kontrolle zu halten. »Lord of Hatred« setzt diese Reise auf den heiligen Inseln von Skovos fort und liefert den Abschluss eines Storyzyklus, der über drei Kampagnen hinweg konsequent an Dichte gewinnt. Wer sich auf die Zwischensequenzen einlässt, bekommt Gothic-Horror mit echtem Gewicht.
Acht Klassen stehen zur Verfügung, darunter der aus Diablo II zurückgekehrte Paladin mit seinem Eidsystem und der brandneue Hexenmeister als erste Klasse der Reihe, die direkt die Kräfte der Brennenden Höllen nutzt. Beide Neuzugänge fühlen sich konsequent durchgedacht an. Der Paladin formt seinen Spielstil über vier wählbare Eide, der Hexenmeister entscheidet sich zwischen Dämonenbeschwörung, dunkler Magie und Sigil-basiertem Burst-Schaden. Dazu kommt der Geistgeborene aus »Vessel of Hatred«, der mit Kampfstäben und Stangenwaffen durch Nahantu pflügt. Die Kombination aus vertrauten Grundmechaniken und diesen Neuzugängen hält das Gameplay über hundert Stunden frisch.