Was war dein bisher intensivstes Rennstreckenerlebnis?
Fahrtechnisch wahrscheinlich Most, Tschechien. Technisch anspruchsvoll, schnelle Passagen, wenig Raum für Fehler. Ich erinnere mich an eine Session, in der alles gepasst hat – Bike perfekt abgestimmt, ich voll im Rhythmus. Danach war ich körperlich völlig am Ende, aber mental klar wie selten. Das sind die Tage, für die man es macht. Was die Atmosphäre und das Miteinander angeht, sind die Ducati 4U Events für mich aber kaum zu toppen. Es ist dieser Mix aus ehrlicher Begeisterung, gemeinsamer Leidenschaft und einem Rahmen, der einfach passt – Instruktoren, die wirklich weiterhelfen, Testbikes zum Ausprobieren, gute Gespräche in der Boxengasse und Verpflegung, wie man sie auf einer Rennstrecke selten erlebt. Es fühlt sich weniger nach Event an, mehr wie ein langes Wochenende mit Leuten, die genauso ticken wie du.
Und wie sieht’s mit der Langfristigkeit aus – was ist das Ziel?
Ich will nicht schneller, ich will besser werden. Mir geht’s nicht um Rundenzeiten, sondern um Präzision. Und ums Gefühl. Und ehrlich gesagt auch um Respekt. Ich sehe das nicht als Spielplatz, sondern als Trainingsraum. Wenn du es richtig machst, bekommst du viel zurück. Und wenn nicht – lernst du noch mehr.
Motorradfahren auf der Straße und auf der Strecke – zwei Welten?
Komplett. Straße ist Gefühl, Szene, Genuss. Rennstrecke ist Technik, Physik, Kontrolle. Ich liebe beides, aber auf sehr unterschiedliche Weise. Auf der Straße genieße ich die Umgebung, das Fahren an sich. Auf der Rennstrecke analysiere ich, spüre Grenzen, optimiere. Beides hat seinen Platz.