Wer sich auf eine freie Straße begibt, tut das nicht, um nur Strecke zu machen. Er wechselt in einen Zustand, in dem das Gehirn die Kontrolle an das Imaginationsnetzwerk abgibt. Durchblick, Lichtblicke und Geistesblitze – frei nach Paul Klee, wo der Punkt zur Linie wird, wird die Linie am Horizont wieder zum Punkt, der sehr entspannt spazieren fährt. Und wenn am Ende dieser Fahrt alles genau so ist, wie es sein muss – radikal, ehrlich, ohne Kompromisse –, dann bleibt nur ein Urteil: fair enough.
Einer, der diese Linien seit Jahrzehnten mit einer beeindruckenden Akribie zeichnet, ist Thomas Reister.
Vielleicht ist es diese Mischung aus baden-württembergischem Macher-Gen und der Weitsicht eines Visionärs, die ihn immer wieder dorthin führt, wo das Neue zum Abenteuerland wird. Ob er nun das Lizenzmarketing mit der legendären Michael-Schumacher-Kappe revolutionierte, als Teammanager im Zirkus der Motorrad-Weltmeisterschaften tanzte oder mit dem Hockenheimring ein ganzes Mobilitätszentrum in die Zukunft katapultierte – Reister war stets der Zeit einen Wimpernschlag voraus. Er suchte nie den einfachen Weg, sondern den richtigen. Er erkannte den Wert des Hybrids, als andere noch in starren Rastern dachten, und schuf Räume für Innovationen, die heute unseren Alltag prägen.