Besonders reizvoll ist die Zusammenstellung der spielbaren Figuren.
Neben Scott und Ramona schließen sich ausgerechnet frühere Widersacher
an, darunter Roxie, Matthew, Lucas, Gideon oder Robot-01. Plötzlich
prügelt man nicht mehr nur gegen die Evil Exes, man wählt sie selbst
aus. Jede Figur bringt eine eigene Spielweise mit. Scott ist solide und
vielseitig, Ramona kontrolliert mit ihrem Hammer das Mittelfeld, Gideon
setzt auf Druck und hohen Schaden, Roxie wirbelt flink durch die
Gegnerreihen. Wer sich schon einmal in ein Fighting Game vertieft hat,
fühlt sich hier erstaunlich schnell heimisch.
Das Kampfsystem ist deutlich flotter als im Vorgänger. Leichte und
schwere Angriffsketten bilden die Basis, dazu kommen Spezialattacken,
Blocken und Ausweichmanöver. Dass geblockt werden kann, hebt das Spiel
von vielen Genrevertretern ab. Mit einer gefüllten Leiste lassen sich
starke Techniken zünden oder brenzlige Situationen entschärfen. Das
fühlt sich spürbar freier und dynamischer an als noch 2010. Hinzu kommen
Assist-Attacken. Mal stürmt Young Neil quer über den Bildschirm, mal
sorgt Ramonas Katze für kontrolliertes Chaos. Spätestens wenn ein Boss
von einem heranrasenden Fan überrollt wird, weiß man, dass hier Humor
und Mechanik Hand in Hand gehen.