Haben Sie das selbst erlebt?
Andauernd. Ich komme gerade aus einer Phase mit ununterbrochenen Aufträgen. Ich sage mir immer wieder: Mach das nicht mehr. Aber dann ruft ein guter Kunde oder Freund an – und ich sage ja. Nicht wegen des Geldes, sondern weil ich niemanden hängen lassen will.
Sie haben vorhin mal erzählt, Sie arbeiten als Ausgleich an Rennwagen?
Ja. Mein Kumpel Kev und ich schrauben an seinem alten Ford mit einem Zweiliter-Opel-Turbomotor. Läuft auf Methanol, hat einen wahnsinnigen Ladedruck, schaltet bei 9.700 Umdrehungen. Laut, dreckig, technisch – ich liebe es. Neulich haben wir bei einem Rennen den Motor zerlegt, danach in drei Tagen 60 Stunden am Wiederaufbau gesessen. Völliger Wahnsinn! Aber das ist mein zweites Ventil.
Klingt fast wie ein anderes Leben.
Das ist es auch. Pinstriping ist still, konzentriert, kontrolliert. Racing ist Chaos, Technik, Adrenalin. Aber beides gibt mir etwas. Wenn der Motor perfekt läuft und alles zusammenpasst – das fühlt sich wirklich so ein bisschen an wie der perfekte Pinstripe.