Als »Lumines: Puzzle Fusion« 2004 auf der PSP erschien, war das Spiel mehr als ein weiteres Puzzlekonzept. Es war ein Versuch, Musik und Wahrnehmung zu verbinden in ein audiovisuelles System, das sich nicht erklären, nur erleben ließ. Tetsuya Mizuguchi, damals schon bekannt für »Rez«, wollte das Puzzle neu denken. »Lumines« war sein Gegenentwurf zur digitalen Hektik: ruhig, präzise, klar. Jede Aktion folgte einem Beat, jeder Block war ein Ton. Wer mit Kopfhörern spielte, verstand sofort, dass hier mehr passierte als Punktejagd.
»Lumines Arise« knüpft genau hier an. Es ist keine Fortsetzung in dem Sinne die verändern will, aber sehr wohl eine, die erinnert. Der Grundgedanke bleibt derselbe: zwei Farben, ein Raster, eine Linie, die im Takt pulsiert. Doch das Spiel hat seinen Ausdruck verändert. Es bewegt sich heute mit einer Leichtigkeit, die damals nur angedeutet war. Die Übergänge zwischen den Levels fließen, Licht und Musik verschmelzen zu einem Rhythmus, der sich organisch entfaltet. Enhance, das Studio hinter »Rez Infinite« und »Tetris Effect«, hat den alten Entwurf entstaubt und in einen Zustand versetzt, der endlich so funktioniert, wie er immer gemeint war.