Resident Evil Requiem
Ein Requiem ist eine Totenmesse. Mozart komponierte eines über Schuld und Vergänglichkeit, Capcom nun eines über Angst und Kontrollverlust. »Resident Evil Requiem« versteht sich als Singleplayer-Survival-Horror, der seine Spannung aus Enge, Erwartung und gezielter Eskalation bezieht. Räume wirken hier nicht wie Kulisse, sie tragen Erinnerung, Gefahr und das Gefühl, beobachtet zu werden.
Im Mittelpunkt stehen FBI-Analystin Grace Ashcroft und DSO-Agent Leon S. Kennedy. Zwei Figuren mit unterschiedlichem Hintergrund, die in ein Szenario geraten, das psychologischen Druck über Action stellt. Grace agiert methodisch, tastend, aufmerksam für Details. Leon bringt Erfahrung mit, Routine im Umgang mit Ausnahmesituationen. Dennoch bleibt Verwundbarkeit ein zentrales Element. Munition ist kein Luxus, Heilmittel sind begrenzt, jede Konfrontation fordert Abwägung.
Auf der Switch 2 wird das dann zu einem kleinen Technikwunder. Lichtführung, Raumgestaltung und Sounddesign greifen ineinander und erzeugen eine Dichte, die man unterwegs nicht erwartet hätte. Gleichzeitig fühlt sich »Resident Evil Requiem« wie eine entschlossene Rückbesinnung auf die Wurzeln der Reihe an: Bedrohung, Ressourcenmanagement, Isolation. Für Horror-Fans ist das hier ein absoluter Pflichttermin.