The Rogue Prince of Persia
Der erste Gedanke: Juhu, mal wieder ein richtig gutes Prince of Persia. Der zweite: Das hier hätte selbst Jake Gyllenhaal im Jahr 2010 ganz gern gehabt. »The Rogue Prince of Persia« macht nämlich genau das, was man sich damals schon gewünscht hätte: weniger Effektspektakel, mehr Spaß. Und das kommt nicht von ungefähr, das Studio Evil Empire besteht aus Leuten, die nach »Dead Cells« offenbar noch nicht genug hatten von schnellen, direkten Gameplaysystem.
Man merkt sofort, woher das kommt. Der Prinz bewegt sich ständig, springt, rennt, klettert, als hätte jemand beschlossen, Stillstand einfach aus dem Spiel zu streichen. Kämpfe dauern oft nur Sekunden, sind aber dicht genug, dass man immer aufmerksam bleibt. Und wenn man scheitert, was ziemlich oft passiert, geht es einfach weiter, weil jeder Run irgendetwas zurücklässt. Neue Waffen, kleine Upgrades, ein bisschen mehr Verständnis dafür, wie das Ganze eigentlich funktioniert.
Das fühlt sich weniger wie einfach nur ein weiteres Triple-AAA-Projekt an und mehr wie ein Indie-Projekt voller Liebe zum Detail, das sich die wichtigen Teile rausgepickt hat. Klare Ideen, sauber umgesetzt, kein unnötiger Ballast. Man startet einen Run, noch einen, vielleicht noch einen, und irgendwann ist man in diesem Rhythmus drin, der sich kaum unterbrechen lässt. Kein großes Drama, keine langen Wege, einfach ein Spiel, das ständig in Bewegung bleibt und einen dabei mitzieht. Jetzt neu als physische Edition über U&I Entertainment bringt die Immortal Edition sogar Steelbook, Poster und Artcards fürs Regal mit. Das macht das ohnehin schon spektakulär süchtigmachende Spiel dann sogar noch einen Tick besser.