Der Einstieg verläuft entsprechend ruhig. Eine abgelegene Insel,
vertraute Routinen und eine Welt, die zunächst überschaubar wirkt. Erst
nach und nach wird deutlich, wie weit die Reise tatsächlich reicht. Die
Struktur sorgt dafür, dass Fortschritt nicht geradlinig empfunden wird.
Das Gesamtbild entsteht aus vielen einzelnen Etappen, die sich langsam
zu einer immer größer werdenden Welt verbinden. Diese fragmentierte
Herangehensweise prägt das gesamte Spielerlebnis und verleiht dem
Abenteuer einen eigenen Rhythmus, der weniger auf Tempo ausgerichtet ist
und stärker auf Entdeckung und Verweilen setzt.
Besonders deutlich wird das in der neuen Präsentation. »Dragon Quest
VII Reimagined« setzt auf einen Diorama-Look, der die Spielwelt wie ein
liebevoll gestaltetes Eisenbahnset erscheinen lässt. Städte wirken wie
Miniaturlandschaften, Dungeons wie sorgfältig arrangierte Kulissen.
Dieser Stil verleiht dem Spiel eine warme Ausstrahlung und überrascht selbst nach 30 Spielstunden noch.